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Praktikum Bundesarchiv: zweiter Bericht

Präventive Konservierung
In einem Archiv geht es nicht darum, möglichst viele Dokumente die in den Sammelauftrag passen anzuhäufen. Es ist ebenso wichtig, dass man diese so aufbewahrt, dass sie auffindbar sind und zugleich physisch erhalten bleiben, damit sie in mehreren 100 Jahren immer noch benutzt werden können.
Deshalb müssen in den Magazinräumen gewisse Bedingungen erfüllt sein. Optimal ist die Lagerung in einem Klima von 18°C und 50% relativer Luftfeuchtigkeit. Für audiovisuelle Medien wie Photographien ist ein trockeneres Klima besser.
Auch die verwendeten Verpackungsmaterialien, Etiketten und Beschriftungen müssen archivtauglich sein. Wenn z.B. Etiketten mit schlechtem Leim auf Schachteln geklebt werden, können sich diese nach ein paar Jahren lösen. Dann muss man mühsam Stück für Stück die Etiketten wieder auf das richtige Behältnis kleben.
Man kann also mit präventiver Konservierung Arbeit und Zeit einsparen.

Restaurierung
Wenn trotz guter Lagerung im Bundesarchiv Schäden auftreten, können diese durch das dortige Atelier behoben werden. Da dies aber ziemlich aufwändig ist, wird nicht alles sofort restauriert. Die Häufigkeit der Benutzung und die Wichtigkeit der Dokumente spielen dabei eine Rolle. In einer eigenen Datenbank werden Trägermaterialien, Schäden, Zustände, Benutzung usw. von Dokumenten festgehalten. So fällt es dem Konservator leichter, gezielt bei der Restaurierung vorzugehen.
Wichtig ist die Vorbeugung von Schäden oder die richtige Behandlung durch Mitarbeiter. Die Benutzer im Lesesaal sollen auch möglichst auf den richtigen Umgang mit den Dokumenten aufmerksam gemacht werden, denn durch falsche Handhabung können grosse Schäden entstehen. Besonders die Mitarbeiter des RTI erhalten eine Ausbildung zur Konservierung der Dokumente. So können sie bei einem Besuch eines Bundesamtes das Akten abliefert, bereits Schäden erkennen und konservatorische Beratung und Hilfe leisten.

Ausflug
Da der Ressortausflug des RTI gerade anstand, durfte ich die Mitarbeiter auf ihre Exkursion begleiten. Am Nachmittag fuhren wir mit Autos zum Bantiger und spazierten durch den verschneiten Wald auf den Gipfel dieses Hügels. Dort wurden wir durch den Sendeturm geführt. Leider hatte es ziemlich viel Nebel und so konnten wir die Aussicht auf Bern nicht sehen. Nach Kaffee und Kuchen machten wir uns auf ins Emmental, wo wir im Restaurant Löchlibad Bernerplatte assen. Es wurde viel geplaudert und gelacht. Der Ausflug war sehr gemütlich!

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