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Es werden Posts vom August, 2012 angezeigt.

Philip Matyszak : Legionär in der römische Armee : der ultimative Karriereführer

Wie der Titel bereits erahnen lässt, wird hier Geschichte für einmal etwas anders vermittelt. So versetzt der britischer Autor und Oxford-Dozent für römische Geschichte seine Leser kurzerhand ins Jahr 100 n. Chr., in die Zeit, als Ausdehnung und Prosperität des Römischen Reiches einer Hochphase entgegengingen und dementsprechend Bedarf an Legionären für das römische Berufsheer herrschte – trotz der pax romana konnte es nie verkehrt sein, die Bevölkerung in den Provinzen im Zweifelsfalle wissen zu lassen, wer die Hosen an hat (…obwohl in diesem Beispiel natürlich gerade der umgekehrte Sachverhalt im Wortsinn wie kleidungstechnisch korrekt ausfällt). Der Ratgeber richtet sich also an männliche, unverheiratete Bewohner des Reiches – mit römischem Bürgerrecht und ohne – die mit dem Gedanken spielten, sich den Legionen anzuschliessen (wobei Männern ohne Bürgerrecht die auxilia, die Hilfstruppen offenstanden) um sich so ihren Lebensunterhalt, eine Rente und vielleicht auch Ruhm und Ehre zu …

Dorothy Emily Stevenson : Stich ins Wespennest

Im kleinen englischen Dörfchen Silverstream, in den 30er-Jahren, geht alles friedlich zu und her. Die Einwohner gehen ihren gewöhnlichen Tätigkeiten nach und leben ihr Leben wie sie es schon immer gelebt haben. Da die unscheinbare Miss Buncle in schwerer Geldnot ist, ist sie gezwungen etwas dagegen zu unternehmen. Obwohl ihr die Schriftstellerei nicht allzu viel sagt, kommt sie zum Entschluss, ein Buch zu schreiben. Mangels Phantasie und aus dem Druck, dass sie dringend Geld braucht, bringt sie schlicht und einfach zu Papier was sie kennt: ihre vertraute Umgebung.Wider Erwarten wird das Buch vom Verlag in London angenommen und klettert sofort die Bestsellerliste hoch. So dauert es nicht lange, bis der Roman von Miss Buncle - geschrieben unter dem Pseudonym John Smith - auch den Bewohner von Silverstream in die Hände fällt, die sich plötzlich selber in dem Werk wiedererkennen! Zwar heissen die Personen im Buch anders, doch sind sie sehr getreu beschrieben mit allen charakterlichen Vor- …

Chris Columbus: RENT- Lebe den Augenblick

Eine ergreifende Geschichte über Freundschaft, Liebe und Hoffnung im Alltagsleben und, wie der Titel schon andeutet, über den andauernden Konflikt mit dem Bezahlen der Miete.
Das Musical basiert auf Puccinis Oper "La Bohème".

Der Musicalfilm zeigt verschiedene Szenen aus dem Leben von acht Leuten, die sich innerhalb eines Jahres abspielen. Die jungen Künstler leben im New Yorker East Village. Ein Filmemacher - der seiner Exfreundin nachtrauert, die jetzt mit einer Frau zusammen lebt - hält seine Begegnungen fortlaufend in einem Dokumentarfilm fest. Zudem wird das Leben eines HIV- positiven Junkies thematisiert - seine vorherige Freundin hat er wegen Drogenproblemen und Aids verloren. Noch nicht über den Tod seiner Freundin hinweg, lässt er sich auf eine Beziehung mit einer Stripperin ein. Des Weiteren wird das Leben eines anderen HIV- Erkrankten gezeigt, der Gefallen an einer Dragqueen findet.
Verbunden durch die Tiraden des geldgierigen Miethais leben alle von Augenblick zu Au…

Habemus Papem - ein Papst büxt aus

Er will einfach nicht. Es ist ihm auch nicht zu verdenken, denn wer will den Posten schon? Niemand und Kardinal Melville am allerwenigsten. Doch es ist, wie es ist und ausgerechnet er wurde zum neuen Papst gewählt.
Doch statt sich in sein Schicksal zu fügen und milde lächelnd vor seine Schäfchen zu treten, verabschiedet sich der neue Papst buchstäblich auf Französisch.
Der Vatikan ist verzweifelt und während es im kleinen Vatikanstaat brodelt, mischt sich seine Heiligkeit inkognito unter das einfache Volk um herauszufinden, ob das ihm auferlegte Amt wirklich seine Bestimmung ist ...

Die Tragikomödie Habemus Papem ist kein Film der grossen Worte. Es sind vorallem die authentisch wirkenden Bilder, die für sich sprechen. Der 86-jährige Michel Piccoli spielt die Rolle von Kardinal Melville äusserst brilliant und ich ziehe den Hut vor seiner schauspielerischen Glanzleistung!



Tipp von Sarina Beer

Hazanavicius, Michel : OSS 117 : Der Spion, der sich liebte

Die französische Erfolgstruppe, welche durch den Stummfilm The Artist auf einen Schlag 5 Oscars abräumte und nun hoch am cineastischen Firmament steht, verdiente sich davor Ihre Sporen an Filmen wie Der Spion der sich liebte ab – der kultverdächtigen Persiflage auf smarte Agenten alter Prägung und ihre ebenso überzeichneten Gegenspieler, wie sie in den frühen Bond-Filmen kolportiert wurden. Topagent Hubert Bonisseur de la Bath - eben OSS 117 (Jean Dujardin) wird 1955 nach Kairo beordert, dort soll er zusammen mit Larmina El Akmar Betouche (Bérénice Bejo) den mysteriösen Tod von OSS 283 aufklären; allgemein kann sehr entfernt die Suezkrise des Folgejahres als historischer Bezugspunkts des Plots gesehen werden. Bald findet sich OSS 117 zwischen allen Fronten wieder: Briten, Russen und Ägypter versuchen ihn im Sinne ihrer Absichten zu täuschen oder lieber gleich aus dem Weg zu räumen. Doch in erster Linie steht sich der äusserst trottelhaft agierende Chauvinist Hubert Bonisseur de la Bat…