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Es werden Posts vom Dezember, 2012 angezeigt.

Adventskalender / Öffnungszeiten und Systemwechsel....

Wir haben über 3000 Info-Flyer verteilt, und nein: wir haben während den Festtagen zwar frei, Ferien hat das Bibliotheksteam dazwischen aber nicht, im Gegenteil. Ende Jahr stellen wir auf eine neue Bibliothekssoftware um. Das braucht etwas Zeit. Deshalb: Das Team arbeitet zwar, jedoch bleibt während der Zeit vom 31.12.2012 bis 07.01.2013 die Bibliothek  geschlossen. Während dieser Zeit sind auch keine Verlängerungen von Medien möglich. Am 3., 4. und 5. Januar besteht die Möglichkeit der Medienrückgabe zwischen 10.00 und 14.00 Uhr.

Die Öffnungszeiten über die Festtage im Detail:

Mo, 24. Dez. geschlossen
Di, 25. Dez. geschlossen
Mi, 26. Dez. geschlossen
Do, 27. Dez. 10-20 Uhr (normale Öffnungszeit)
Fr, 28. Dez. 10-18 Uhr (normale Öffnungszeit)
Sa, 29. Dez. 10-15 Uhr (normale Öffnungszeit)
Mo, 31. Dez. geschlossen
Di, 1. Jan. geschlossen
Mi, 2. Jan. geschlossen
Do, 3. Jan. nur Rückgabe von 10-14 Uhr
Fr. 4. Jan. nur Rückgabe von 10-14 Uhr
Sa. 5. Jan. nur Rückgabe von 10-14 Uhr
Mo, 7. Ja…

Adventskalender / Toni Jordan : Tausend kleine Schritte

Vor kurzem ist Toni Jordans zweites Buch erschienen mit dem Titel "Die schönsten Dinge". Es ist nicht schlecht, aber ihr erstes Buch "Tausend kleine Schritte" ist unübertreffbar... Es handelt von Grace Lisa Vandenburg, die alles in ihrem Leben zählt: Buchstaben ihres Namens (19), Schritte bis zum Café (920), Borsten der Zahnbürste (1768), Streuselkrümmel auf dem Kuchen (jeden Tag wieder neu ausgezählt). Bis sie Seamus Joseph O'Reilly (auch 19 Buchstaben) trifft und sich in ihn verliebt... Grace ist eine äusserst amüsante und spannendeRomanfigur und obwohl die Geschichte leicht daher kommt, ist der Roman tiefsinnig. Eine lustige, schöne aber auch nachdenkliche Lebensgeschichte, die aufzeigt, wie jemand mit Zwangsneurosen sich Schritt für Schritt im Leben zurechtfindet. Sehr empfehlenswert.

Tipp von Helen Schärer

Adventskalender / Jon Keller, Isabelle Schletti : Gastort Thun

Bereits früh im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Schweizer Tourismus. Reisen konnten sich damals aber nur adelige und begüterte Menschen leisten. Das Berner Oberland, Thun und die Thunersee-REgion gehörten schon bald zu den beliebtesten Reisedestinationen. Im Thuner Hofstettenquartier entstand ein Hotelviertel mit dem luxuriösen "Grand Hôtel de Thoune" (heute Thunerhof), dem Beau-Rivage mit der Confiserie Gartenmann, dem Hotel Bellevue, dem Kursaal, mit Tennisplätzen, Parkanlagen und Spazierwegen, der englischen Kapelle und dem Aussichtspavillon auf dem Jakobshübeli. Aber auch weniger prominent gelegene Häuser, wie die Pension Itten (heute steht dort das Länggass-Schulhaus) beherbergten illustre gäste aus nach und fern. Der ehemalige Thuner Stadtarchivar, Stadtkenner und -führer Jon Keller stellt im Buch acht dieser berühmten Thuner Gäste vor, u.a. Johannes Brahms und Rainer Maria Rilke. Isabelle Schletti, Geografin und ebenfalls Stadtführerin, zeigt gekonnt auf, wie si…

Nationalbibliothek - 7. Woche

Und nun ist auch die letzte Woche in der Nationalbibliothek zu Ende.Ich habe sehr viel dazugelernt.
Was habe ich diese Woche gemacht?
Von Dienstag bis Donnerstag war ich in der Buchbinderei. Dort habe ich, wie letzte Woche, Schachteln gemacht. Dieses Mal waren die Schachteln grösser und komplizierter aufgebaut.Eine weitere Arbeit war, die Signaturen für die Bücher und Schachteln stempeln.Ich durfte auch Weihnachtskarten prägen. Dazu benötigte verschiedenfarbige Folie, Karten, Buchstaben und Formen. Die Formen und Buchstaben (aus Metall), wurden erhitz, auf einer Prägemaschine befestigt und anschliessen hielt ich die Folie zwischen die Buchstaben und der Karte und auf ihr entstand ein Abdruck (eine Prägung).Bei dieser Arbeit konnte ich meiner Fantasie freien Lauf lassen.Normalerweise werden nicht Karten geprägt, sondern der Titel wird auf den Buchrücken geprägt.

Den heutigen Tag verbrachte ich in der Abteilung „Restaurierung“. Ich habe mein Buch, welches aus seinem Umschlag herausfiel und…

Adventskalender / Lars von Trier : Melancholia

Heute, am 21. Dezember 2012 soll die Welt untergehen, wieder einmal... glauben jedenfalls vom Maya-Kalender paralysierte Propheten. Falls Ihnen bis heute Abend die Decke nicht in der einen oder anderen Form auf den Kopf gefallen sein sollte, so lohnt es sich, Lars von Triers letzten cineastischen Streich quasi als armageddonisches Trostpflaster zu applizieren, damit kommt der versprochene Weltuntergang doch noch zu Stande - und wie. Begleitet von Klängen aus Wagners Ouvertüre zu Tristan und Isolde vollführen die Erde und der herannahende Planet Melancholia einen "Totentanz" im Bann ihrer Gravitationsfelder, zu dessen Ende sich die Flugbahnen beider Planeten unabwendbar kreuzen und die Erde vernichtet wird. Nie wurde der Weltuntergang ästhetischer und schauerlicher zugleich inszeniert, dagegen verblassen alle Versuche eines Roland Emmerich und anderer. Melancholia bietet ein beinahe familiäres Ende der Welt im kleinen Kreis, dem einige wenige Protagonisten in der trügerische…

Adventskalender / Jason Thompson : Kunst aus Büchern

Manchmal entsteht aus etwas Kleinem ganz Grosses... Vor 2 Jahren habe ich für den Thuner Ferienpass einen Kurs zur Buchfaltkunst gemacht. Immer wieder darauf angesprochen, haben sich mittlerweile mehrere Kurse auch für Erwachsene daraus ergeben... Ausprobiert habe ich zuerst selber, das ganze war ziemlich einfach gestaltet. Aus alten Büchern entstanden durch Falten der Seite neue Skulpturen. Nun kam dieses Jahr, endlich, ein wunderbares Buch mit ganz vielen Ideen und Anregungen heraus, das ich nicht nur Bücher- und Kunstliebhabern empfehle: Kunst aus Büchern, 28 Projekte für spielerisches Recycling. Genial: sehr viele Ideen, zum Nachmachen oder einfach nur Bestaunen. Ich habe bereits meine nächsten Projektideen für daheim zum Ausprobieren. Und: für alle die nicht wissen, wohin mit den alten Büchern, die niemand mehr liest: nach der Lektüre dieses Buches, wissen Sie, was damit machen, ganz sicher.

Tipp von Helen Schärer

Adventskalender / Kevin Kern : Enchanted Piano

Es muss nicht immer Weihnachtsmusik sein! Kevin kern spielt leichte, zauberhafte und meditative Klavierstücke für Sie. Die brennenden Kerzen leuchten durch die weichen Pianoklänge noch wärmer. Lassen Sie sich verführen, träumen Sie schon ein bisschen vom kommenden Jahr und all dem Schönen und Neuenn, das Sie erleben werden. Viel Vergnüngen.
Tipp von Verena Dolder

Adventskalender / Nicholas Odland : Mach mal Pause, Biber!

Nein, das grösste Viereck  im Adventskalender ist nicht für den 24. Dezember bestimmt. Sondern für meinen diesjährigen Bilderbuch-Liebling mit dem witzigen Titelbild...
Wer die letzten zwei Adventskalender auch schon verfolgt hat weiss: dieser Autor hat bereits zwei andere Bilderbücher veröffentlicht. Das erste ist "Der grosse Bär", der alle und alles umarmt; das zweite heisst "Trau dich, du Elch!", in dem der Elch seine Lebensangst überwindet. Das dritte Bilderbuch handelt nun vom Biber, der nie Pause macht. Jaa-ha, auch Biber brauchen mal Pause. Aber dieser Biber weiss das nicht und bringt damit nicht nur sich in Gefahr... Zum Glück lernt er aus seinen Fehlern und am Ende ist alles gut.

Wie seine Vorgänger ist das Biberbuch mit wunderbar ironischem Humor ausgestattet. Wieder lassen sich viele kleine Details entdecken und Bild und Text ergänzen sich gegenseitig. Und wiederum empfehle ich dieses Buch auch für Erwachsene!

Damit sind die "Wilden Drei" voll…

Adventskalender / Andrek Kurkow : Der Gärtner von Otschakow

Igor wohnt in der Nähe von Kiew bei seiner Mutter und lebt in den Tag hinein. Sein Leben ändert sich, als der neue Gärtner mit einer geheimnisvollen Tätowierung auf dem Arm auftaucht. Ivor verscuht das Rätsel der tätowierung zu lüften. Eine Schatzsuche beginnt, während der Igor eine noch geheimnisvollere, alte Miliz-Univorm erhält. Und jetzt beginnt es wirklich spannend zu werden. Denn jedes Mal, wenn Igor die uniform anzieht, wandert er in der Vergangenheit ins Jahr 1957 zurück...

Ich habe von diesem Autor noch  nie gehört und vom Land Ukraine weiss ich auch nicht gerade viel. Umso neugieriger war ich. Der Romant hat nich nur meine Neugierde gestillt, ich war richtig fasziniert. Kurkow schreibt ironisch,,, aber treffend genau und klar. und trotz dem hang zu Surrealem bleibt er realistisch. Und das Grundgefühl, die Stimmung, die er in der Ukraione wohl selber erhlebt hat, konnte ich spüren. Nun werde ich noch einiges über das Land in Geschichtsbüchern nachlesen, um mehr zu erfahren.

Adventskalender / Rolf Dobelli : Die Kunst des klugen Handelns

Da es mit den 53 Denkfehlern noch nicht abgeschlossen war, hat Rolf Dobelli dieses Jahr 52 Handlungsfehler folgen lassen. Worin unterscheiden sich Denk- von Handlungsfehlern? Dazu meint er im Vorwort: "Die ehrliche Antwort: eigentlich gar nicht. Ich brauchte einen neuen Buchtitel für die folgenden 52 Kapitel, und dieser erschein mir passend. (...) Nimmt man beide Bücher zusammen, so sind die wichtigsten 100 Denkfallen aufgedeckt."
Das zweite Buch ist sehr ähnlich wie das erste. Im ersten Buch fand ich zwar die Bilder schöner, aber das ist ja nicht so schlimm. Einziger Nachteil beider Bücher: Dobelli benutzt viele Fachwörter und Anglizismen, die ich unnötig finde. Nicht so schlimm, die Texte sind trotzdem verständlich. Was mich allerdings wirklich stört: die Vermeindung der Denkfehler soll mehr Erfolg versprechen. Ich frage mich: Erfolg worin? Wirtschaft? Karriere? In diesen Umkreisen werden die Bücher hoch gelobt. Aber: ich muss ja nicht der Herde folgen und frage mich: bra…

Adventskalender / Rolf Dobelli : Die Kunst des klaren Denkens

Rolf Dobelli, Schweizer Autor von Romanen wie auch Sachbüchern, hat aus seinen Kolumnen, die in der Schweizer Sonntagszeitung und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen sind, dieses Buch zusammengestellt. Es sind 52 Texte, die die gängigsten Denkfehler erklären. Er erklärt kurz, witzig und mit anschaulichen Beispielen. Obwohl das Buch bereits 2011 erschienen ist, empfehle ich es momentan allen möglichen Leuten. Weil ich gemerkt habe, obwohl das Buch auf Bestsellerlisten erscheint, schon länger im Handel ist und im Internet viele positive und einige negative Rezensionen zu finden sind, kennen es viele noch nicht. Ich bin überzeugt: bis ich in keine Denkfalle mehr tappe, wird es noch lange dauern. Dafür reichen die 3mal4 Wochen Ausleihfrist nicht. Deshalb habe ich mir das Buch nun gekauft, damit ich immer wieder darin lesen kann.

Tipp von Helen Schärer

Adventskalender / Buchzeichen basteln

Der letzte von vier Bastelnachmittagen fand heute statt. Wer heute nicht konnte, muss nun wieder ein Jahr warten. Gestern habe ich das Buchzeichen mit den Sternen geschenkt erhalten. Ich finde, es passt zur Weihnachtszeit. Deshalb kriegt es, bevor ich es für meine Bücher brauche, hier im Adventskalender einen Ehrenplazt. Zusammen mit dem Leselöwen, der mir ausserordentlich gut gefällt. Wer das transparente Buchzeichen nachmachen möchte, braucht 1 Laminiermaschine mit Laminierfolie, Klebefolie, damit der Glitzerstaub und eventuelle Pailletten halten, vielleicht etwas Band mit Perle, etwas Phantasie und ein wenig Zeit. Viel Spass beim Nachmachen...

Helen Schärer

Nationalbibliothek - 6. Woche

Meine zweitletzte Woche in der Nationalbibliothek ist zu Ende. Sie war sehr handwerklich und interessant.
Was habe ich diese Woche gemacht? Am Dienstagnachmittag gab es eine  zweistündige Schulung. Es ging darum, den Mitarbeitern den korrekten Umgang mit Bibliotheksgut wieder in Erinnerung zu rufen. Es war ein spannender Nachmittag.
Am Mittwoch war ich wieder in der Abteilung "Papierentsäuerung". Dort habe ich geholfen, die Bücher, welche wir letzte Woche eingepackt und auf Wimmis geschickt haben, wieder auszupacken. Am Nachmittag habe ich mit einem speziellen Gerät den PH-Wert der Bücher gemessen und mit demjenigen  vor der Entsäuerung (siehe Blogeintrag 3) verglichen. Dies wurde stichprobenweise gemacht.
Am Donnerstag und am Freitag war ich in der Buchbinderei. Ich habe vor allem säurefreie Schachteln und andere Verpackungen gemacht. Bücher, welche leicht kaputt gehen könnten, erhalten eine passende Verpackung, damit sie für die Ewigkeit aufbewahrt werden können.
In dieser Woche…

Adventskalender / Silvio Huonder : Die Dunkelheit in den Bergen

Anarchie ist in Graubünden im 19. Jahrhundert an der Tagesordnung. Deserteure, Diebe und Bettler streifen plündernd durch die Berge. Im Sommer 1821 versetzt ein grausamses Verbrechen die Menschen der Bündner Alpen in Angst und Schrecken: in einer Mühle bei Bonaduz werden der Müller und seine zwei Mägde tot aufgefunden - sie wurden mit beispielloser Brutalität ermordet. Der Verhörrichter Baron von Mont begibt sich mit zwei heimgekehrten Söldnern auf die Spur des Verbrechens. Die Detektivarbeit in den abgelegenen Tälern ist beschwerlich. Dennoch gelingt es von Mont, mehrere Verdächtige aufzuspüren und vor das Kriminalgericht in Chur zu bringe. Dieser historisch belegte Kriminalfall des Schweizer Schriftstellers Silvio Huonder hat mich von der ersten Seite an gepackt.

Tipp von Ursula Kupferschmied

Adventskalender / Katherine Jenkins : My Christmas

Auf dieser Weihnachts-CD bezaubert mich Katherine Jenkins (geb. 1980 in Wales) einmal mehr mit ihrer glochkenhellen, reinen Stimme. Sie interpretiert traditionelle Lieder, wie zum Beispiel das von Franz Gruber komponierte "Stille Nacht, heilige Nacht" - hier in der englischen Version "Silent Night" - oder auch klassische Stücke wie die unterschiedlichen "Ave Maria" von Giulio Caccini und Johann Sebastian Bach. Ihre Interpretation des "Hallelujah" von Leonard Cohen ist einfach himmlisch. Schöner kann Weihnachten nicht klingen!

In der Stadtbibliothek Thun finden Sie übrigens insgesamt vier Tonträger von Katherine Jenkins.

Tipp von Ursula Kupferschmied

Adventskalender / Kamuran Simsek : 100 bezaubernde Häkel-Minis

In letzter Zeit habe ich ein altes Hobby neu entdeckt: häkeln. Dieses Buch hat mir dabei sehr geholfen. Was sehr praktisch ist: Die kleinen Dinger sind schnell gemacht, in kleiner Form können die verschiedenen Häkelalrten (halbe Stäbchen, Stäbchen, Doppelstäbchen, Runden und Reihen) wieder eingeübt werden und wenn etwas nicht passt: nicht so schlimm, dann hab ich es einfach wieder aufgedröselt. War ja keine grosse Arbeit. Zudem habe ich begonnen, einige Vorschläge abzuändern. So wurde aus dem orangen Seestern ein gelber Stern mit den spitzen Enden der Sonne. Das ergibt einen Weihnachtsstern :) Und diese lassen sich gerade als Geschenkanhänger für Weihnachten verwenden. Einziger Nachteil: als Materialangabe wird das Garn "Schachenmayer Catania" angegeben, ohne die Lauflängen-Angabe. Aber die Verkäuferin im Laden konnte ohne Probleme weiterhelfen..

Tipp von Helen Schärer

Buchzeichen basteln

Diese Woche am Donnerstag, 13. Dezember, sowie am Freitag, 14. Dezember, findet von 16.00 bis 18.00 Uhr nochmals ein Buchzeichen basteln in der Stadtbibliothek Thun statt. Ein Einstieg ist auch nach 16.00 Uhr noch möglich. Wie letztes Jahr machen wir wieder die glitzernden, durchsichtigen, laminierten Buchzeichen. Diesmal stellen wir neu auch eine Variante "Leseratte" und Bibliothekslöwe" vor. Weiter Beispiele sind im Schaufenster der Bibliothek zu sehen.

Geeignet ist das Buchzeichen basteln für Kinder ab 8 Jahren (Begleitung von Erwachsenen willkommen) wie auch für Jugendliche und Erwachsene.

Adventskalender / Adam Davies : Dein oder mein

Im englischen Originaltitel heisst dieses Buch "Mine all mine". Beide Titel passen zu diesem Buch. Was gehört wem? Diese Frage taucht immer wieder auf. Schade, dass sie eher nur oberflächlich diskutiert wird. Viel mehr ist dieses Buch ein spannender Krimi, wenn auch nicht der klassischen Art mit Detektiv oder Kommissar. Es handelt von Otto Starks, Sicherheitsbeauftragter mit fast übernatürlichen Wahrnehmungsfähigkeiten, der erfolgreich Kunstgegenstände bewacht. Sein Problem: seiner Lebenspartnerin hat er aus Sicherheitsgründen etwas anderes erzählt. Was tun? Entweder verliert er Job oder Partnerin. Und als der Dieb "Ratte" ihm mehrmals Gegenstände vor der Nase wegklaut, beginnen die Probleme im Leben von Otto Starks erst richtig.
Witzig, atemlos, manchmal gewalttätig, turbulent, spannend, aber auf keinen Fall  langweilig.

Tipp von Helen Schärer

Adventskalender / Melanie Rose : Man liebt nur dreimal

Es gibt so Bücher, da mein frau: "Oh, das Cover sieht nach einer typischen Liebesgeschichte aus. Einfach zu lesen, unterhaltend, romantisch." Falsch gedacht. Eine Liebesgeschichte ist es schon. Aber vielmehr ist es auch ein Krimi und ein historischer Roman. Gekonnt verknüpft, alle Themen zusammen: Kate verliert nach einem Unfall im Schneesturm ihr Gedächtnis. Sie kommt bei Vincent und seiner Familie unter. Kate und Vincent, gibt das die Liebesgeschichte? Nicht wirklich... und als Kate versucht, mithilfe von Hypnose ihrer Vergangenheit auf die Spur zu kommen, wandert sie in der Zeit viel zu weit zurück - in ein früheres Leben im viktorianischen England. Vor allem ist der Roman spannend und ja, leicht zu lesen und unterhaltend ist er auch.

Tipp von Helen Schärer

Adventskalender / David Melling : Keine Sorge, Paulchen

Ich weiss, es gibt soooooooooo viele gute Bilderbücher. In diesem geht es um den Bär Paulchen, der die neue Mütze kaputt macht, die er soeben von seinem Papa erhalten ha. Ja, und was nun? Seine Freunde versuchen ihm zu helfen. Ob das hilft? Nicht wirklich.

Abgesehen von den süssen Bildern (Jö-Effekt garantiert) mag ich dieses Buch speziell, weil der Leser sehr gut noch viel mehr aus den Bildern lesen kann. Und die kleinen Schafe sind einfach so richtig zum Lachen niedlich. "Keine Sorge, Paulchen" ist das zweite Bilderbuch von David Melling. Das erste, "Wer knuffelt mit Paulchen" kann ich genauso gut empfehlen.

Tipp von Helen Schärer

Aventskalender / Carlos Ruiz Zafon : Marina

Das neuste Buch von Carlos Ruiz Zafon mit dem Titel "Der Gefangene des Himmles" ist der 3. Teil seiner Barcelona-Trilogie über den "Friedhof der vergessenen Bücher". Für alle diejenigen, die diesen autor noch nicht kennen, empfehle ich, mit dem Buch "Marina zu beginnen. Dieser Roman ist in sich geschlossen und er gibt die Stimmung und Atmosphäre, die allen Büchern von Carlos Ruiz Zafon gemeinsam ist, sehr gut wieder. Das Buch "Marina" finde ich sehr gut: leichte Lektüre, etwas unheimlich, spannend. Nur enttäuschend: ich war gerade in Barcelona in den Ferien und habe die entsprechenden Orte besucht. In der Realität sieht alles ganz anders aus. Aber die künstlerische Freiheit und die Phantasie, die der Autor einsetzt, kommen dem Buch zugute.Einfach das Buch nicht in Barcelona lesen, sonst sind sie enttäuscht...

Ein Tipp von Helen Schräer

Nationalbibliothek - 5. Woche

Und auch die 5. Woche ist vorbei. Nun habe ich in eine andere Abteilung gewechselt. Ich bin jetzt in der Konservierung gelandet. Wie in meinem letzten Blogeintrag erwähnt, erkundige ich mich im zweiten Teil meines Praktikums, was der Begriff „Konservierung“ genau bedeutet. Dieser Dienst ist in drei Abteilungen eingeteilt. Ein Teil ist die Restaurierung, der zweite die Buchbinderei und der dritte die Papierentsäuerung.
Was habe ich diese Woche gemacht? Am Dienstagnachmittag durfte ich einen Blick in das Restaurierungsatelier der Nationalbibliothek werfen. Dort werden kaputte (vor allem alte) Bücher oder auch Plakate so gut als möglich repariert oder wie der Begriff schon sagt, restauriert. Nach einem Theorieblock und einer Führung durch den Raum, durfte ich eine eingerissene Buchseite mit Japanpapier und Kleister reparieren. Dies war eine Fingerspitzenarbeit welche eine gewisse Genauigkeit verlangte.
Am Donnerstag verbrachte in den ganzen Tag in der Buchbinderei. Auch hier bekam ich eine …

Adventskalender / Bridie Black & Rosalind Beardshaw: Weihnachten nach Mass

Der König kauft sich einen schönen, roten, weichen Stoff, um einen Mantel für...nein, nicht den Samichlaus, sondern für seine Prinzessin zu nähen, als Weihnachtsgeschenk... das Reststück wird vor die Türe gelegt. Das Küchenmädchen findet es und fertigt eine Jacke, als Weihnachtsgeschenk für, nein, nicht den Samichlaus, sondern für ihre Mutter. Das Reststück legt sie vor die Türe. Das Stück Stoff wandert weiter: Vom Dachs, zum Eichhörnchen, zur Maus. Dabei wird es immer kleiner und kleiner. Bis alles aufgebraucht ist. Das machen meine Stoffstücke bei mir daheim auch, nur dass ich es zwischendurch nicht vor die Türe lege. Ein wunderbares Buch, das zeigt, dass auch aus Kleinem noch etwas Schönes werden kann.Und der Samichlaus? Ja, der hat mit diesem Buch nichts zu tun, obwohl er manchmal auch einen roten Mantel trägt.

Ein Tipp von Helen Schärer

Adventskalender / Buchstart-Vers

Ein LeSeHör-Tipp der anderen Art, eher ein Veranstaltungstipp für alle Kinder von 0-4 Jahren: Wie jeden ersten Mittwoch im Monat fand heute von 10.15-10.45 Uhr die Buchstart-Veranstaltung "Värsle u gschichtle mit de Chliinste" in der Bibliothek statt. Heute war folgender Vers aktuell:

Sami, Sami, Sami, Samichlous.
Gli chunnsch du bi üs verbii.
Sami, Sami, Sami, Samichlous.
Der Schmutzli, dä isch ou derbii.

Sami, Sami, Sami, Samichlous.
Ds'Eseli macht "i-a, i-a".
Sami, Sami, Sami, Samichlous.
Mängisch bliibt es eifach stah.

Sami, Sami, Sami, Samichlous.
Was hesch alles i dim Sack?
Sami, Sami, Sami, Samichlous.
Schoggi, Nüssli und es Güetzipack!

Und zum Abschluss gab es für alle Kinder ein Schöggeli....

Auch nächstes Jahr werden die Buchstart-Veranstaltung wieder jeden ersten Mittwoch im Monat durchgeführt. Die Daten finden sie unter www.www.thun.ch/stadtbibliothek/veranstaltungen-und-kurse

Adventskalender / Grégoire Delacourt : Alle meine Wünsche

Ein kleiner, feiner Roman, der bezaubernd beginnt, jedoch die nüchterne, harte Realität folgen lässt. Das Buch handelt von unseren bezahlbaren und unbezahlbaren Wünschen, vom Geld und was geschieht, wenn Geld unsere Beziehungen zu Mendschen verändert. Ich finde, das passende Buch zur Weihnachtszeit - sind alle die Geschenke nötig? Wie viel muss ein Geschenk kosten? Kann nicht Zeit auch ein Geschenk sein? Ich wünsche allen Personen in der Adventszeit viele ruhige Momente. Vielleicht hilft dieses Buch ja dabei. Und diejenigen, die noch ein kleines Geschen suchen: ich empfehle ein Lotterielos. Aber aufgepasst: was dabei passieren kann, sieht man in diesem Roman.

Tipp von Helen Schärer

Adventskalender / Claudia Nehm: Die wundersame Wandlung des Dr. Felix Tabeks

Felix Tabek ist der Antiheld dieses kleinen, satirischen Romans über den Bürokratie-Alltag in Deutschland. Genausogut könnte es aber auch die Schweiz sein. Herr Tabek erfüllt alle Klischees des langweiligen Büroschreiberlings. Als er jedoch aus Spargründen zum Hausfotografen ernannt wird, entdeckt er neue Wlten, genauer diejenige der Fotografie. Und mit ihr die neun Musen der Kunst...
Witzig, leicht zu lesen und für alle Bürogummis zu empfehlen. Aber nur für diejenigen, die über sich oder ihren Büronachbarn auch schmunzeln können....

Tipp von Helen Schärer

Adventskalender / Tamara Hänggli: afternoon tea

Das richtige Buch zur kalten Jahreszeit, aber nicht nur. Es ist ein gelungenes Sachbuch sowohl zur Geschichte des Tees, der englischen Teezeremonie wie auch mit Rezepten für Köstlichkeiten, die den Tee begleiten. Zu den Rezepten gibt es hilfreiche und interessante Erklärungen. Speziell angetan haben es mir aber die sehr guten Erklärungen dh. die Einführung rund um das Thema Tee. Wissen sie, was ein TGBOP ist? Ein "Broken Tea" aus zerkleinerten Blättern, konkret ein "Tippy Golden Broken Orange Pecoe". Schade nur, dass sich das Buch auf die englische Teezeremonie beschränkt. Aber sonst hätte das Buch viel zu viele Seiten und wäre nicht mehr so schön klein und handlich.

Ein Tipp von Helen Schärer

Adventskalender / Gustavo Taretto : Medianeras

Wie in den letzten Jahren haben wir auch diesen Dezember wieder einen Adventskalender in den Schaufenstern der Stadtbibliothek Thun eingerichtet. Jeden Tag veröffentlichen wir einen LeSeHör-Tipp und das dazu passende Bild. Wer nicht täglich an der Bibliothek vorbeilaufen möchte, kann sich die Tipps hier im Blog anschauen. Hier folgt gleich der erste Tipp:


Dieser Film ist so absolut unschlagbar genial, ich kann ihn mehr als nur empfehlen.  Absolut zu recht hat der Film 5 Preise gewonnen. Entstanden ist er als Erweiterung aus einem Kurzfilm, der über 40 Preise gewann. Ich bin so fasziniert von diesem Film, dass ich selber fast keine Worte, oder eher zu viele Worte, finde. Deshalb greife ich auf eine sehr gute Rezension von Verena Schmöller auf http://www.kino-zeit.de/filme/medianeras zurück.
"Als medianeras werden die nutzlosen und damit überflüssigen Seitenwände von Gebäuden bezeichnet, die sichtbar werden, wenn ein Haus innerhalb einer Häuserzeile abgerissen wird. Sie sind ohne Fe…