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Es werden Posts vom Juli, 2014 angezeigt.

Diana Gabaldon ... oder wann ist der richtige Zeitpunkt um aufzuhören?

Diana Gabaldon und ihre Highland-Saga begleiten mich und meine Familie nun schon seit beinahe 20 Jahren. Niemals vergesse ich die alte verstaube Bücherkiste meiner Mutter auf dem Speicher, voll von Büchern und literarischen Schätzen die von mir erkundet werden wollen. Darunter waren unter anderem die ersten drei Bände von Gabaldons Highland-Saga, die ich keine Ahnung wie oft buchstäblich gefressen habe. Satte 798 hauchdünne Seiten des ersten Bandes wollten gelesen werden - ich fand das damals das Nonplusultra.
Später kamen die Bände 4 + 5 dazu und 2009 erschien endlich der langersehnte Band Ein Hauch von Schnee und Asche . Wiederum sehr gelungen, keine Diskussion, aber der Zauber der ersten 5 Bände war weg. Ein gelungener Abschluss, auch das Ende war sehr stimmig. Friede Freude Eierkuchen nach nun 10 Jahren Highland-Saga und 6626 zerlessenen Seiten ... bis vier Jahre später Echo der Hoffnung erschien.
Ich gebs zu - ich habe mehrere Anläufe gebraucht und bin trotzdem nicht fertig gewo…

Dampfschiff «Lötschberg» – hundert Jahre und kein bisschen … leise

Am 25. Juli 1914 – auf den Tag genau vor einhundert Jahren, trat auf dem Brienzersee das Dampfschiff Lötschberg offiziell und – anders als die Blümlisalp im Jahre 1906 in Thun – ohne viel Aufhebens in den Kursdienst; eine feierliche Jungfernfahrt wäre angesichts der angespannten Lage in Europa deplatziert erschienen. Leider sollte der Einsatz des neuen Schiffes dann vorerst wirklich nur wenige Tage währen – doch mehr dazu später.

Freilich pflügte die Lötschberg nach mehrmonatigem Zusammenbau, der von Escher Wyss in bewährter Manier vorgefertigten und per Bahn aus Zürich expedierten Teile, anlässlich einer erfolgreichen Probe- und Abnahmefahrt bereits am 27. Juni erstmals ihr neues Heimatgewässer. Ab diesem Zeitpunkt konnte das Schiffals Krönung der Brienzersee-Flotte gelten; zwar verkehrte auf dem See mit der Oberland schon seit 1870 der erste Salondampfer der Schweiz, dem weitere Neubauten ähnlicher Art beigestellt wurden, zuletzt 1898 die aus ästhetischer Sicht wohl, jedoch hinsichtl…

James Newton Howard : Maleficent

Filmmusik fasziniert mich schon seit meiner jüngsten Kindheit. Angefangen hat alles mit dem Soundtrack zu Titanic, den ich 1997 zu Weihnachten geschenkt bekommen habe. Danach gab ich mein Taschengeld entweder für Bücher oder für Soundtracks aus. James Horner, James Newton Howard, John Williams, John Barry, Thomas Newman, Trevor Jones und Howard Shore zählten dabei zu meinen Lieblingen. Als dann später Hans Zimmer dazu stiess war ich zu Beginn restlos begeistert von dieser Ungestümtheit aber diese Faszination legte sich rasch, als ich feststellen musste, dass sich bei Hans Zimmer grundsätzlich alles immer gleich anhört. Mit den Jahren wurde die Filmmusik immer raffinierter, pompöser und Zimmer war in, nicht nur bei den Kinobesuchern, sondern auch bei den Filmkomponisten. Mir fehlten die Klänge meiner Kindheit und wirklich gute Filmmusik aus dem Hier und Jetzt die mich ebenso restlos begeistert ist rar geworden. Bis ich mir vor einigen Wochen im Thuner Kino (übrigens als einzige Kinobe…
...der Tag fällt hinter den Horizont... -... ich öffne das Fenster und lasse die Luft rein, auch in mein Gehirn....-...die Luft ist kalt und feucht und stellt uns Wände entgegen...

Es sind Sätze und Bilder wie diese, die ich die letzten paar Tage regelrecht reingezogen habe, aus den fünf Krimis von SIMONE BUCHHOLZ. Die deutsche Autorin hat mit der Staatsanwältin Chas Riley eine vielschichtige, spannende Krimiheldin losgeschickt, im Rotlichtviertel Sankt Pauli im  regnerischen, nasskalten Hamburg. Und ich war so was von dabei, mit ihrer ganzen Truppe, allesamt sympathisch...ausgenommen die Bösen! Empfohlen wurde mir die Reihe von meinem Lieblingsbuchhändler, und gerne gebe ich die Empfehlung weiter an alle, die eine rasante, poetisch-schnoddrige Schreibe geniessen können.
Reihenfolge beachten: Revolverherz, Knastpralinen, Schwedenbitter, Eisnattern, Bullenpeitsche

Die Bibliothek geht baden...

Nun ist sie wieder geöffnet: während den Thuner Sommerferien vom 5. Juli - 10. August 2013 steht links vom Eingang zum Selbtsbedienungsrestaurant ein Schrank, gefüllt mit über 200 Büchern : Comics, Kurzgeschichten, Bilderbücher und weitere Sommerlektüre, die gut an einem Tag im Strandbad gelesen werden kann.

Die Bücher können direkt vor Ort ausgeliehen werden, eine Mitgliederkarte der Stadtbibliothek Thun ist nicht nötig. Bitte stellen Sie die Bücher selbständig wieder vor Verlassen des Strämu in den Schrank zurück.

Weitere Informationen zur Badi-Bibliothek: http://www.thun.ch/stadtbibliothek

Verena Winiwarter : Geschichte unserer Umwelt

Chidher, der ewig junge, sprach:
»Ich fuhr an einer Stadt vorbei,
Ein Mann im Garten Früchte brach;
Ich fragte, seit wann die Stadt hier sei?«
Er sprach und pflückte die Früchte fort:
»Die Stadt steht ewig an diesem Ort
Und wird so stehen ewig fort.«
Und aber nach fünfhundert Jahren
Kam ich desselbigen Wegs gefahren

Da fand ich keine Spur der Stadt;
Ein einsamer Schäfer blies die Schalmei,
Die Herde weidete Laub und Blatt;
Ich fragte: »Wie lang' ist die Stadt vorbei?«
Er sprach und blies auf dem Rohre fort:
»Das eine wächst, wenn das andre dorrt;
Das ist mein ewiger Weideort.«
Und aber nach fünfhundert Jahren
Kam ich desselbigen Wegs gefahren.

Da fand ich ein Meer, das Wellen schlug,
Ein Schiffer warf die Netze frei;
Und als er ruhte vom schweren Zug,
Fragt' ich, seit wann das Meer hier sei?
Er sprach und lachte meinem Wort:
»So lang' als schäumen die Wellen dort,
Fischt man und fischt man in diesem Port.«
Und aber nach fünfhundert Jahren
Kam ich desselbigen Wegs gefahren…

Comics im Schaufenster...

Auch das muss sein:
Im letzten halben Jahr habe ich bei den Comics ausgemistet. Da hatte es zum Bespiel Globibücher, die waren in rund 183 verschiedenen Kinderhänden. Oder der Papa Moll, ebenfalls 175mal ausgeliehen - und in dementsprechenden Zustand! Es kamen somit insgesamt 263 Comicbände, nein, nicht in den Container, sondern in mein Themenschaufenster. Zum Verkauf, für 1 Franken pro Stück. Mit der Vorstellung, dass diese zerlesene Exemplare sich bestens eignen für den Sandstrand, die Baumhütte, das Zelt... der gute letzte Dienst schlechthin! Und mit den Einnahmen von 263 Franken können wir wiederum, bei einem Durchschnittspreis von 15 Franken so in etwa 17 neue Comics kaufen. Vor zehn Tagen habe ich die Hefte ausgelegt... und schon 175 sind weg! Ich hoffe auf ein leeres Fenster Ende des Monats, mit einem herzlichen Danke an die Käufer.

Container 6 : Plunze & Plegere

Container 6 waren mit ihrem ersten Album von 2008 eher rockig unterwegs. Nach diversen Auftritten, unter anderem im Hallenstadion als Vorband zu Christina Aguilera, nahm sich die Band eine Auszeit um ihre Musik wie "ein Brienzer Mutschler-Käse" reifen zu lassen.
2013 erschien ihr neues Album Plunze & Plegere mit einem vollkommen neuen Musikstil. Vor einer Woche war Plattentaufe für das dritte Album Schabernack und ich konnte mir vom Brienzer Mundie-Rock bei der Abschlussfeier unserer Lernenden einen Eindruck machen. Mit jugendlichem Charme bringen sie Stimmung aufs Parkett und sind allemals einen (oder mehrere) Konzertbesuche wert!


Container 6 - Summerzyt
 Container 6 - Bisch drbi?
Ein Tipp von Sarina Beer

Kerstin Gier : Silber - Das zweite Buch der Träume

Auch im zweiten Teil der Silber-Trilogie informiert uns Secrecy über Geschehnisse rund um die Frognal Academy und ihre Schüler. Und ich spoilere schon mal vornweg: auch in diesem Buch werdet ihr nicht erfahren wer genau hinter Secrecy steckt. Zugegeben, der Verdacht den Liv Silver auf der letzten Seite hegt ist gar nichts so abwegig ...
Nach den Erlebnissen im ersten Teil (Silber - Das erste Buch der Träume) geht die Geschichte nahtlos weiter. Sie ist bis zur letzten Seite spannend und endet gemeinerweise mit einem fiesen Cliffhanger. Aber welches Reihen-Buch von Kerstin Gier tut das schon nicht? Leider weist der zweite Teil der Geschichte in der Mitte einige Hänger auf - vorallem was die Liebesgeschichte zwischen Henry Harper und Liv Silver betrifft. Und Lotti Wastlhuber hat für meinen Geschmack zu wenig Auftritte (sie ist eine meiner Lieblingsfiguren). Aber geträumt wird viel, gut und spannend und es bleibt gruselig und mysteriös auf dem Korridor zu den Traumtüren. Aber ich denke, …

Christopher Moore : Der Schelm von Venedig

Der Senator Brabantio und sein Komplize Antonio, der Kaufmann, wollen einen Krieg anzetteln. Cordelia, die Königin von England, will dies verhindern. So beauftragt sie ihren Hofnarr Fortunato alias Pocket, nach Venedig zu reisen um die Grossmächte von diesem schrecklichen Geschehen abzuhalten. Kurze Zeit später erkrankt Cordelia an einem mysteriösen Fieber und stirbt. Sofort macht sich Pocket auf nach Venedig damit er den Auftrag seiner geliebten Königin ausführen kann. Doch Brabantio veranlasst, dass Pocket ihren Krieg, zwischen Venedig und Genua, nicht verhindern kann und lässt den Hofnarr ins offene Messer laufen.

Es genügt nicht, dass Pocket bei lebendigem Leibe eingemauert wird, er muss zudem erfahren, dass seine geliebte Königin das Opfer eines intriganten Giftanschlages war und somit ermordet wurde. Pocket kann sich aus den Mauern der Verbrecher befreien und will sich an diesen Männern rächen. Als Pocket Othello, den Schwiegersohn von Brabantio, kennenlernt und sie sich gemeinsa…

Christopher Clark : Die Schlafwandler – wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog

„Herr Bürgermeister, da kommt man nach Sarajevo, um einen Besuch zu machen, und wird mit Bomben beworfen! Das ist empörend.“
Bekanntlich blieb es nicht bei einem Mordversuch an jenem unglückseligen Sonntag, dem 28. Juni 1914 – einige Zeit später wurden der Urheber oben stehenden Satzes, Österreich-Ungarns Thronfolger Franz Ferdinand, und seine Frau Sophie von den tödlichen Schüssen des Attentäters Gavrilo Princip getroffen. Rund vierzig Tage nach den Ereignissen von Sarajevo befanden sich fünf europäische Grossmächte im Kriegszustand und führten ihre Millionen-Heere ins Feld – die „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts nahm ihren Lauf.

Wie konnte es soweit kommen? Diese brennende und gleichsam schwer zu beantwortende Frage steht seit nunmehr hundert Jahren im Raum, hat Generationen von Autoren umgetrieben, und folglich eine unüberschaubare Flut an Publikationen zur Thematik generiert, deren Pegel aus Anlass des sich nun bald zum einhundertsten Mal jährenden Beginns des Ersten Weltkrieges …

Leona Francombe : Madame Ernestine und die Entdeckung der Liebe

Sie wissen, was ein Bissell ist? Ich musste es nachschlagen, konnte mir nichts Genaueres darunter vorstellen…und jetzt, wissen Sie es auch?

Madame Ernestine, eine Brüsseler Putzfrau, aufgewachsen mit ihrem Vater, einem Metzger mit Flair für Homer und dem Willen, seiner Tochter die Freude an der Literatur und der klassischen Musik weiterzugeben ist ganz zufrieden mit ihrem bescheidenen Leben als Haushälterin eines Lebemannes. Da stirbt dieser ganz plötzlich und vermacht ihr die Hälfte seiner Strandvilla. Und ausgerechnet der dubiose Geschäftspartner ihres Arbeitgebers wird Besitzer der zweiten Hälfte. Zudem muss sich Ernestine eine neue Arbeitsstelle suchen und dem geheimnisumwitterten Meistercellisten Sebastian Balthasar das geliehene Cello zurückbringen. Dank ihrem eigenwilligen Charme, ihrer Hartnäckigkeit und ihren fundierten Reinigungskenntnissen findet sie grad bei ihm ihre neue Stelle. Aber da ist immer noch diese Geschichte mit ihrem Widersacher, und als Ernestine versucht, ihm …