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Robyn Carr : Virgin River Reihe

Virgin River – ein kleines Dörfchen mitten im Nirgendwo der weiten Wälder Kaliforniens. Und doch ist es ein Rückzugsort für wunde Seelen geworden.

Die amerikanische Schriftstellerin Robyn Carr erzählt in ihrer Reihe „Virgin River“ von den verschiedenen Schicksalen der Einwohner des gleichnamigen Ortes. Die erlebten Schicksale sind sehr unterschiedlich: Sei es der Tod eines geliebten
Menschen, das Überwinden von den Misshandlungen in der Ehe, das Verarbeiten eines brutalen Überfalls oder von den vielfältigen Verlusten, die man im Krieg erlebt hat und danach leider zum Alltag gehören. All diese Themen werden aufgegriffen und dann in eine Liebesgeschichte mit Happy End verpackt. Die Traumata werden dabei weder heruntergespielt noch zu stark in den Vordergrund gerückt.

Alle Bände der Reihe sind ähnlich aufgebaut: Die zwei Hauptcharaktere treffen in Virgin River aufeinander. Einer von ihnen – manchmal auch beide – haben in der Vergangenheit etwas Tragisches erlebt. Jetzt sind sie in dieser Kleinstadt, um damit abschliessen zu können. Oft gelingt das mehr schlecht als recht. Und wie es der Zufall so will, begegnen sich die beiden an diesem ruhigen und abgelegenen Ort. Das Augenmerk in jedem Buch liegt auf der Erzählung, wie sich die beiden Hauptpersonen verlieben, welche Schwierigkeiten sie dabei überstehen müssen und wie sie trotz allen Widrigkeiten zueinander finden und glücklich werden. Die bereits erwähnten Traumata werden dabei glaubhaft in die Handlung eingebaut. Es wird geschildert wie jeder anders mit seiner Vergangenheit und seinen erlittenen Verletzungen umgeht. Gerade diese unterschiedliche Herangehensweise macht die Bücher auch nach 20 Bänden immer noch so spannend.

Sind Sie neugierig? Wollen Sie wissen, wie sich Mel und Jack oder Lilly und Clay begegnen? Oder sind Sie gespannt, wie Paige, Brie, Ian, Vanessa und Rick zu ihrem Glück finden?
Dann begeben auch Sie sich – in Gedanken – nach Virgin River. Die Menschen in diesem Dorf setzen alles daran, jedem zu helfen. Auch Fremden gegenüber wird diese Hilfsbereitschaft an den Tag gelegt. Und wie es Robyn Carr so schön ausdrückt: Sie werden nicht lange fremd sein.

Wer keine tiefgreifende Literatur erwartet, sondern gerne eine leichte Leselektüre für unterhaltsame Stunden sucht, ist mit dieser Reihe bestens beraten.

Tipp von Naomi Tobler

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