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Lily Brett : Immer noch New York

In New York war ich noch nie und werde aller Voraussicht nach auch nie hinreisen. Obwohl ich unheimlich gern der Kosmetikerin, dem mysteriösen Fahrrad des Cousins, all den Kaffees und Restaurants, dem Hund im Regenmäntelchen, den Markplätzen, dem grossen Friedhof, um nur einige von Lily Bretts beschriebenen Schauplätzen zu nennen, begegnen möchte.
Ich bin richtiggehend abgetaucht in diese Mischung von Alltagsepisoden, die mich oftmals laut auflachen liessen und der immer wieder durchscheinenden Tragik der Autorin, die als einziges Kind von zwei überlebenden Ausschwitzinhaftierten geboren wurde. Ihre irrationalen Sorgen, die übergewichtige Frau, die nur einen Wunsch verspürte: schlank zu sein, ihre jahrzehntelange Analyse, die ihr schlussendlich half zu der Frau zu werden, als die sie immer gedacht war.
Nach der Lektüre von „Immer noch New York“, lese ich nun bereits das dritte Buch von Lily Brett. Und so wie es aussieht, lese ich alle, die wir in unserer Bibliothek vorrätig haben.

Weitere Bücher von Lily Brett:
• Chuzpe
• Lola Bensky
• Zu Sehen
• Einfach so

Lily Bretts Bücher sind alle autobiographisch. Sie sind unheimlich lustig, traurig, tiefgründig und ganz einfach wunderbar. Und spätestens nach dem zweiten Buch wünsche ich mir sehr einen Kaffee mit der Schriftstellerin im Caffe Dante zu trinken!

Lesetipp von Verena Dolder

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