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Köder, David : Dein Zeichentalent ist kein Fisch

 
Auf den ersten Blick klingt dieser Titel vielleicht ein bisschen speziell. Liest man jedoch den Zusatz „Die komplett andere Zeichenschule für Begabte, Unbegabte, Halbbegabte, Gestresste und völlig Verzweifelte“, kann man sich schon ein bisschen mehr darunter vorstellen. Und vielleicht ist man gespannt, zu erfahren was sich dahinter verbirgt. Auf mich traf auf jeden Fall beides zu.

Dieses Buch ist eine Einladung an jeden, das Zeichnen (noch einmal) zu versuchen. Der Autor sagt in der Einleitung über den Zweck des Buches: „ Auf unserer Reise durch das Buch liefere ich dir nur den Schlüssel zur natürlichen Zeichenfähigkeit. Diese Fähigkeit scheint bei jedem Menschen vorhanden zu sein – nur fehlt den meisten eben der Schlüssel, falls sie ihn nicht selbst entdeckt haben. Das Ziel für dich ist erst mal: Macht Spass, sieht gut aus und ist mir nicht (mehr) peinlich.“
Für mich als Nichtkönnerin eine sehr ansprechende Aussage, die mich doch sehr neugierig gemacht hat.
Am Anfang des Buches werden zunächst eventuelle Bedenken und Fragen angesprochen und beantwortet. Danach wird aufgezeigt, an wen alles sich das Buch richtet. Hier nur eine kleine Auswahl: für Gestresst, für Unkreative und Kreative, für Begabte, für Jugendliche und Eltern. Also beinahe jeder kann und darf sich angesprochen fühlen.
Nach den einleitenden Kapiteln, werden ganz unterschiedliche Bereiche des Zeichnens aufgeführt und sehr detailliert gezeigt. Der Autor zerlegt die Zeichnungen in die einzelnen Schritte und erklärt sie jeweils genau, so dass sie für den Versuchenden gut nachvollziehbar sind.

David Köder gibt dem Leser noch den Rat: „Vorsicht: Wenn es anfängt zu funktionieren, kann Zeichnen ziemlich süchtig machen.“
Also jeder, der sich überzeugen möchte, ob diese Aussage auch zutrifft, darf sehr gerne diese Buch bei uns ausleihen. Auch wenn man es zunächst nur durchblättern möchte, ist es ein tolles Buch, da es ein paar Dinge zum Schmunzeln gibt. Und wer weiss, vielleicht probiert man das Zeichen doch noch einmal aus.

Ein Tipp von Naomi Tobler

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