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Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind


Als Harry Potter-Fan der ersten Stunde freue ich mich über (fast) alles Neue aus der magischen Welt von J.K. Rowling. So ist nun endlich der erste Teil der Trilogie Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind erschienen.
Ob diese neue Geschichte die Erwartungen erfüllen wird? Ich sage klar und deutlich: oh ja, mehr als das!
Der Anfang der Geschichte führt uns ins New York der 1926er Jahre. Gellert Grindelwald versetzt die Magierwelt Europas in Angst und Schrecken und auch in Amerika kommen die Hexen und Zauberer nicht umhin, sich um das Wohl ihrer Magiergesellschaft zu sorgen. Es herrscht eine regelrecht aufgeladene Stimmung unter den No-Maj (das amerikanische Wort für Muggel (Nichtmagier) ... sehr schade, dass hier nicht der selbe Begriff verwendet wurde, aber das ist nur ein Detail). Es werden Pamphlete mit der Überschrift "Hexen sind unter uns" verteilt und für einen schaurigen Moment fühlt sich der bis dahin noch entspannte Zuschauer nach Salem versetzt. So ist es nicht erstaunlich, dass die Magiergesellschaft noch viel mehr darauf bedacht ist unentdeckt zu bleiben.
Imitten dieser beklemmenden Atmosphäre erreicht Newt Scamander (wunderbar gespielt von Eddie Redmayne!) per Schiff New York und es kommt wie es kommen muss: er vertauscht seinen Koffer mit dem eines No-Maj. Geneigte Leser und Kenner des Harry Potter-Universums können sich bestimmt ausdenken was geschehen wird. Dem Zuschauer bietet sich nun ein Spektakel sondergleichen, oh wie habe ich es genossen! Einige von Scamanders phantastischen Tierwesen entwischen und zerstäuben sich in den Weiten New Yorks. Hilfe bei der Suche erhält Scamander vom Besitzer des vertauschen Koffers, dem No-Maj Jacob Kowalski (Dan Fogler) und den beiden Hexen Tina & Queenie Goldstein (Katherine Waterston & Alison Sudol).
Zur gleichen Zeit untersucht der Auror Percival Graves (Colin Farrell) äusserst mysteriöse Vorkommnisse. Ganze Strassen werden aufgerissen, Häuser zerstört und Menschen sterben. Graves ahnt, was sich hinter diesen schrecklichen Vorkommnissen verbirgt und will es sich zu nutzen machen. Da kommen ihm Newt Scamander und seine Tierwesen als Sündenbock für die Anschläge gerade recht.

J.K. Rowling hat das Drehbuch für diesen Film selber verfasst. Ihre schier grenzenlose Kreativität zeigt sich bis ins kleinste Detail.
Auch das New York der späten 20er Jahre inkl. der dazugehörigen Mode ist extrem schick dargestellt. Die toll animierten Zauberanimationen lassen jeden Potter-Fan selig werden. Mit Harry Potter hat die Geschichte wenig zu tun, aber das muss sie auch nicht. Bekannte Elemente wie Dumbledore, Hogwarts, Grindelwald werden erwähnt, aber der Film steht für sich.
Mit dem Schulbuch Phantastische Tierwesen hat der Film reichlich wenig zu tun. Rowling schrieb das Büchlein damals als eine Art Führer in die magische Tierwelt von Harry Potter, der dieses auch als Schulbuch für den Schulunterricht verwendete.
Regie führte David Yates, der auch für die vier letzten Potter-Filme verantwortlich ist. Die durchaus eher düsteren Einstellungen und seine Darstellung der Potter-Welt, damals wie auch mit diesem Film, sind meiner Ansicht nach sehr gelungen. Ich freue mich sehr auf die kommenden Teile!

Der Film, der Soundtrack von James Newton Howard, sowie die Filmbücher sind bei uns ausleihbar.



Ein Tipp von Sarina Beer

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