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Drachenzähmen leicht gemacht

 
„Das ist Berk. Es liegt zwölf Tage nördlich von trostlos und ein paar Grad südlich von schweinekalt und mitten auf dem Längengrad der Langeweile. Mein Dorf: Kurz gesagt stur. Es existiert seit sieben Generationen, aber jedes einzelne Gebäude ist neu. Hier kann man fischen, jagen und malerische Sonnenuntergänge geniessen. Das einzige Problem ist das Ungeziefer. An den meisten Orten gibt es Mäuse oder Mücken. Bei uns gibt es… Drachen. Andere würden umziehen - wir nicht. Wir sind Wikinger. Unser Problem ist Dickköpfigkeit.“

So stellt der junge Wikinger Hicks am Anfang des Filmes seine Heimat vor. Auf dieser kleinen Insel wird nicht lange gefackelt. Mordsstarke Wikinger müssen ihre Heimat vor wilden Drachen beschützen, die ihnen das Leben zur Hölle machen. Auch der schmächtige Teenager Hicks ist Feuer und Flamme für die Drachenjagd – nur leider hat er zwei linke Hände im Umgang mit Waffen. Da sein Vater niemand Geringeres ist als Haudrauf „der Stoische“, Häuptling des Wikingerstammes und ein berühmter Drachenjäger, soll Hicks auf der Drachenschule nun auch die raue Kampfkunst der Wikinger erlernen. Doch ehe Hicks – der übriges ein pfiffiger und begeisterter Tüftler ist – den gefürchteten Unterricht antreten kann, wird sein Volk von Drachen angegriffen. Das ist Hicks grosse Chance, einmal einen Drachen zu besiegen, die Ehre seines Vaters zu retten und endlich mal dazu zu gehören! Mit viel Mut und Köpfchen gelingt es ihm, einen „Nachtschatten“, eine der gefährlichsten Drachenarten, abzuschiessen. Doch anstatt seinem Vater von seinem bemerkenswerten Fang zu erzählen, freundet sich Hicks mit dem Nachschatten an. Es ist der Beginn einer Freundschaft, die vor allem Hicks Welt auf den Kopf stellt: Ein Wikinger, der einen Drachen zum Freund hat? Damit verstösst er gegen die Wikingerehre, die seinem Vater beim Donner von Thor über alles geht.

Der Zeichentrickfilm handelt von Freundschaft, schwieriger Familie und dem Mut zum Anderssein. Ein Muss für alle, die gerne mal einen tollen, lustigen, mitreissenden, intelligenten und manchmal sogar etwas tiefgründigen Film sehen möchten. Vor allem wegen all der lustigen Haustiere gibt es einiges zum Schmunzeln und Mitfiebern.



Ein Tipp von Naomi Tobler

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