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Judith Magee: Meisterwerke der Naturgeschichte

Sie tragen Titel wie Flora sinensis, Micrographia, Plantae selectae, Memoir on the pearly nautilus, le règne animal und Kunstformen der Natur …

… und sind allesamt historische Publikationen, welche durch ihre thematische Bedeutung und mehr noch dank kunstvoller Illustrationen den Rahmen simpler Bücher sprengen. Das Autorenteam um Herausgeberin Judith Magee präsentiert einunddreissig bibliophile Schätze aus den Beständen der Bibliothek des Londoner Natural History Museum; botanische und zoologische Preziosen bilden den Schwerpunkt, doch auch einzelne Werke aus anderen naturwissenschaftlichen Disziplinen fanden Eingang ins Werk.

So geläufig heute Flora und Fauna aller Kontinente sind, so exotisch, ja geheimnisumwittert waren sie in vergangenen Jahrhunderten – Bücher halfen, das zunehmende naturkundliche Wissen zu verbreiten, hatten aber ihren Preis. Nebst den eigentlichen Autoren gesellten sich auf dem Weg dieser ambitionierten Projekte unzählige Zeichner / Illustratoren, Kupferstecher, Koloristen usw. hinzu; oft erschien ein Werk in etlichen, nicht selten grossformatigen  Bänden über einen längeren Zeitraum hinweg.

Umso verständlicher erscheint daher die damalige Praxis der Subskription als Finanzierungsvariante solcher Vorhaben; trotz Abnahmezusicherung ruinierten sich dennoch einzelne Autoren mit ausufernden Publikationen. So konnte auch Louis Agassiz’s fünfbändiges Opus Recherches sur les poissons fossiles nur dank finanziellen Zuwendungen zwischen 1833 und 1845 in Neuchâtel verlegt werden; die Illustrationen der Recherches, wie der anderen vorgestellten naturkundlichen Perlen, sind von zeitloser Faszination, nicht minder der wissenschafts- und kulturhistorische Kontext ihrer Entstehung – ein wunderbarer Fundus!

Ein Tipp von Claude Christinat

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