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Fitzpatrick, Huntley : Mein Leben nebenan

"Mein Leben nebenan" schliesst nahtlos an seinen Vorgänger "Mein Sommer nebenan" an. Der zweite Roman rund um die sympathische Familie Garrett dreht sich um Jaces Schwester Alice.
Seit dem fatalen Autounfall ihres Vaters besteht ihr Leben aus To-do-Listen. Sie managet den Haushalt, trägt die Verantwortung für ihre jüngeren Geschwister und macht ihre Ausbildung zur Krankenschwester. So eingespannt, passt nichts weniger in ihr Leben als der Loser-Freund ihres Bruders. Tim ist ein Schulabbrecher mit Alkoholproblemen, der versucht sein Leben auf die Reihe zu bekommen. Aus diesem Grund ist Alice so gar nicht begeistert als Tim bei ihnen einzieht. Probleme sind also vorprogrammiert.

Die Charaktere sind sehr gut und mit Tiefe beschrieben. Man bekommt wirklich einen guten Blick hinter die Fassade der Personen. Bei Tim sieht der Leser, dass es nicht immer so einfach ist wieder auf die Beine zu kommen. Und auch bei Alice merkt man, wie stark sie sich abstrampelt. Beide sind Einzelkämpfer, die sich nicht gerne von anderen helfen lassen. Zusammen lernen sie, dass Hilfe anzunehmen nicht immer ein Zeichen von Schwäche ist. Im Verlauf des Romans machen beide einen starken Wandel durch. Dadurch werden beide sehr sympathisch.

Es werden einige ernste Themen angesprochen: Alkohol- und Drogensucht, die Wichtigkeit von Familie und Freunden, die Suche nach der eigenen Identität und dem Entwickeln einer eigenständigen und selbstbewussten Persönlichkeit.
Natürlich gibt es auch hier wieder ein Zusammentreffen mit den anderen Familienmitgliedern der Familie Garrett. Diese lockern die Geschichte herrlich auf, denn das Leben in dieser verrückten, liebevollen und chaotischen Grossfamilie gibt Stoff für einige Lacher und gefühlvolle Momente.

Es war eine Freude das Buch zu lesen. Jedem, der gerne Liebes- und Familiengeschichten mit ernsten Nebenthemen liest, empfehle ich dieses Buch von Herzen.

Ein Tipp von Naomi Tobler

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